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  CSD Köln 2006- Uferlos e.V.
Kölner Bi-Gruppe feierte Cologne Pride & CSD


CSD in Köln: 14-16. Juli
- Wie Karneval im Sommer -

Das Motto 2006 hieß :

5 Thesen zum Motto 2006:

100 % Gleichberechtigung

100 % Sichtbarkeit

100 % Anerkennung

100 % Selbstbewusstsein

100 % Aufklärung

 








... und so ist unser
Bi-con enstanden


Der CSD Uferlos Chronik 2006



Fabian
Vorstand Uferlos e.V.
  Infostand - Freitag, 14. Juli 2006
Eindrücke von Fabian:
Als ich auf der "Kleinen Budengasse" ankam, habe ich die auf den Boden gesprühten Nummern einfach als Wegweiser benutzt, um die (unserem Stand zugewiesene) Nummer 90 zu finden. Ich habe die 90 dann auch gefunden, aber... da war kein Stand... ...daraufhin bin ich direkt zu den Organisatoren gegangen, und diese meinten, dort müsse ein Stand sein. (War unserer also gestohlen worden?...*g*) Der Helfer Momo kam mit mir zurück zum "Tatort", um sich selbst zu überzeugen. Unterwegs begegneten wir Peter und Maria (aus Holland). Als Momo sich selbst überzeugt hatte, das am "Platz 90" tatsächlich kein Stand war, ging es ganz schnell zur Sache. Innerhalb 5 Minuten haben die einen Stand kommen lassen und die Schilder auf dem Gehweg zurecht geschoben, was uns eine grosse Erleichterung war.
Unsere Aufbau-Crew (Ulla, Peter und ich) war darin ziemlich erfahren, und so schafften wir unseren Aufbau sehr schnell und ohne weiteren Zwischenfall. Wir haben übrigens dieses Jahr viel weniger Infomaterial "angeschleppt" als sonst. Aus meiner Sicht hatten wir in den vergangenen Jahren immer zu viel mitgebracht. So waren Auf- und Abbau dieses Mal viel einfacher gewesen.
Nachdem der Aufbau erledigt war, habe ich uns ein paar Flaschen Rotwein, Wurst & Senf besorgt. Leider hatte ich vergessen, einen Flaschenöffner einzupacken und musste daher zurück zum Laden, um einen zu besorgen.
Ich war in den Vorjahren nie am Freitag dabei gewesen und angenehm überrascht, das so viele Menschen unterwegs waren. Unser Stand war sehr gut besucht (auch von unseren eigenen Mitgliedern). Felix und Susanne waren sehr früh da. Kurz danach kam auch Stefan und ein paar andere.
Da unser Stand dieses Jahr an einer Ecke war, hatten wir nur auf der rechten Seite direkte Nachbarn. Die waren aber sehr nett und verkauften Mohikaner Perücken (eine davon ging sofort an Maria aus Holland! :-)
Sie erzählten uns, daß bei ihnen am kommenden Morgen eine Bodypainting-Vorstellung stattfinden sollte und wollten einen unserer Sticker mit dem Bi-Zeichen als Vorlage. Wir haben ihnen naturlich sofort einen gegeben.
Dieter, Heinz, Felix, Stefan und ich waren danach bei der Janus Party in der Wolkenburg - was für mich ein schöner Abschluss des Abends war. Ich war zum ersten Mal dort und fand die Location wirklich super. Bin irgendwann gegen 3 Uhr morgens nach Hause gekommen.


INFOSTAND - Samstag, 14. Juli 2006
Corrie und Andreas hatten bei ihrem Besuch am Abend zuvor - wie versprochen - neue Prospekte von der Frankfurter Bi-Gruppe mitgebracht - die alten waren kaum noch aktuell.
Unsere Standnachbaren hatten wie versprochen tatsachlich unser Bi-Zeichen als Vorlage benutzt. Es sah wirklich gut aus - überzeugt Euch selber... (siehe Foto rechts)!
 



...und wer sich hier nicht
vom Anblick des Busens ablenken lässt, entdeckt dazwischen das
Wesentliche, nämlich
unser Bi-Symbol !



ESSEN AM SAMSTAG ABEND
- Samstag, 14. Juli 2006
im Deutzerbahnhof:

Wir hatten eigentlich dieses Jahr für 50 reserviert, sind aber
Das Essen und Service war wieder Gut.


INFOSTAND Am Sonntag, 15. Juli 2006

Die Infostand-Crew mussten am Morgen leider feststellen, das fast alle kleinen hölzernen Bi-Symbole vom Stand gestohlen worden waren.

Andere Gäste...
Arndt Glöcke von den Grünen hat an zwei verschiedenen Tagen vorbeigeschaut und ein paar von unseren "GARANTIERT 100% BISEXUELL" Buttons gekauft.

Parade
Wir haben mit 10 Mann am Treffpunkt angefangen, waren aber später bis auf 14 angewachsen, da sich ein paar zugehörig Fühlende uns spontan angeschlossen haben. Klasse, nicht!?

CSD Foto Galerie 2006

 

Bilder werden nach und nach eingearbeitet so wie ich die von euch bekomme - Fabian der Webmaster


Unser traditionelles
Bi-Abendessen im
"Deutzer Bahnhof"
Samstag, 15.07.2005




Falls Du weitere Bilder hast,
dann schick sie bitte an den Webmaster


 


Hallo!, wie schön das du da bist !!!
     

Dieses Jahr auf der Terrasse
Bleibt doch alles in der Familie
Ein Dandy
Smile everyone

Komm
zurück!
Du kriegst,
mich nie!
Hilfe!
Ich muss hier raus!


Wir gehören dazu!
 
Scheinen Selbstzufrieden zu sein!




Happy
Love
"Love me both Ways"
Ich gehorche nur meinem Vater



Guck nicht so tief in Dein Glas
sondern mal neben Dich..
Austausch von
Gedanken
Er gehört
zu mir...



Ahh,
wie schön
und weil es so schön war,
hier nochmals... aber näher dran.
Der Dozent möchte jetzt mit dem Vortrag anfangen

Gut getroffen!
   



     



Tiefer
Moment
Werden die alle noch da sein, wenn
ich die Augen aufmache??
Ich glaub ich
träume



Alle man hier gucken,... knips
 
"Ich war noch niemals auf Hawaii"


Die Drei von der Tankstelle
Halt mich fest

     



   
Willst du mir schmeicheln?


   
Ich wollte immer
Fotografin werden

Abend Essen
| Infostand | Party | Parade
| Bilder aus dem Netz

Am Infostand
Ecke Kleine Buddengasse &
Falls Du weitere Bilder hast,
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Glamour Girl
Ihr freundliches Begrüssungskommitee
Village People II.


     




Ingo:
Zum zweiten Mal beim
Standdienst der Bigruppe dabei

  Ingo: Mein Rückblick auf den CSD 2006
Zum zweiten Mal war ich diesmal aktiv beim Standdienst der Bigruppe dabei, letztes Jahr hatte ich diese Gelegenheit bewußt für mein Coming out genutzt, also ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, mal eine kleine Bilanz zu ziehen.
Während ich letztes Jahr noch ziemlich verkrampft war und die vorbeiströmenden Menschenmassen meist unter dem Gesichtspunkt "ist da jemand dabei der dich kennt ?" musterte, genoß ich diesmal bei meinem Standdienst zusammen mit Ulla am Sonntag vor allem die teils sehr schrillen und offenherzigen Outfits der Menschen, so nach dem Motto :
"Toll, was es so alles gibt :-)"
Thematische Gespräche hatte ich allerdings sehr wenige, denn auch bei den Interessenten gibt es natürlich große Hemmschwellen vor einem offenen Gespräch, so nahmen sich viele halt einfach nur unser Infomaterial mit.
Viele Besucher wollten einfach nur wissen, wo die Parade lang geht oder fragten nur nach dem Weg, dank ausführlichem CSD-Programmheft und Ortskenntnis konnte allen geholfen werden.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Besucherin, deren inzwischen erwachsene Kinder beide bisexuell sind.
Mit ihr führte ich ein langes Gespräch über die aufgetretenen Probleme und sagte ihr auch, daß es ja immerhin heute nicht mehr so schwer wie zu der Zeit ist, als ich noch Jugendlicher war. Ich hoffe, daß sie uns bald bei einem Montagstreffen im Büze besucht, es gäbe sicher noch viel an Erfahrungen auszutauschen.
Daß es selbst in Köln unter der Regenbogenflagge nicht einfach ist, bekamen leider 2 Mitglieder unserer Gruppe zu spüren, die bei unterschiedlichen Gelegenheiten im CSD-Trubel am Sonntag verbal und sogar handgreiflich attackiert wurden :-(
Im Vergleich zum letzten Jahr hatten wir diesmal einen schöneren Standplatz, in der kleinen Budengasse, Nähe Altermarkt. Auch das Wetter war optimal, Sonne bis zum Abwinken und ein leichter Wind, da ließ es sich gut aushalten :-)
Während meines langen Gesprächs mit der Mutter waren Lilly und Susanne gekommen, un Ulla und mich abzulösen. So konnte ich jetzt schnell zur Komödienstraße gehen, um noch die Parade zu sehen. Obwohl ich dort sowohl Anfang wie Ende noch miterlebte, sah ich aber nur einen Bruchteil, denn viele Fußgruppen hatten wohl vorher schon den Zug verlassen (für die Parade war das Wetter auch ziemlich anstrengend).
Außerdem bot der CSD für mich endlich wieder Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch am Stand der Feuerwehr-Gays. Das war eine wichtige Bestätigung für mich, bei meinem Coming out in meiner Löschgruppe bisher das meiste richtig gemacht zu haben.
Ich habe aber wohl noch einen langen Weg zu einem glücklichen bisexuellen Leben mit einer festen Beziehung vor mir.
-Ingo-




Für das erste Mal machen die das gut
(beide zum ersten Mal beim CSD)
Sex
Sells
Proll
Schmuckträger

         



 
So klappt es auch mit den Nachbarn
 



     


Sonja (links) & Miriam (rechts)

Haben zusammen ein Doppelschicht
am Infostand geschmissen

  Miriam - Mein CSD 2006 -
Ja, ja, die Überschrift klingt wie der Titel eines Schulaufsatzes über die Sommerferien, aber, ganz ehrlich, für mich haben sich diese drei Tage Ausnahmezustand auch wirklich ein Stück wie Urlaub angefühlt.

Day 1: Es begann Freitagabend, als ich mit dem Fahrrad schon ab Höhe der Ringe immer mehr händchenhaltende Pärchen, die nicht dem Mamapapakindklischee entsprachen, kreuzte. Endlich ein Wochenende lang in aller Andersartigkeit ganz „normal“ sein, ohne blöd angegafft zu werden, und an dem sich unangenehm vertraute verbale Übergriffe à la „kann ich mitmachen, ey“ auf einen einzelnen Ausnahmefall an einem anderen Ende der Stadt beschränken sollten.
Gegen 21 Uhr erreichte ich unseren Stand von uferlos in der Kleinen Budengasse, wo abgesehen von geschlechtlich nicht näher definierbarem Gyros an dem Stand Anfang der Strasse noch alle übrigen Stände ziemlich leer waren. (Ganz unter uns, ich bezweifle, dass selbst einer von uns sonst so offenen Uferlosen mit steigenden Temperaturen irgendwann am Wochenende genug Offenheit gefunden hat, dem Fleischhäcksel näher zu kommen.).
Fabian, Stephan, Birgit, Felix, Christoph, Peter und Maria, der alljährliche Besuch aus Holland ,(diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit) waren schon länger da, und unmittelbar nachdem Maria mich gefragt hatte, wie es denn meiner Freundin ginge, bog selbige auf ihrem Fahrrad auch um die Ecke und mein wunderschönes Wochenende mit Sonja begann.

Es war kurz nach 22 Uhr, als sich das kleine Uferlos-Grüppchen auflöste und einige über das noch recht leere Straßenfest schlenderten. Sonja und ich machten uns nach einem Imbiss von dort auf den Weg zu der vielgepriesenen Sex-im-Dreck-Party, wo wir noch u.a. Armin, Julia und Susann treffen sollten. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass der Name dieser wirklich guten alternativen Party auf einem Bauwagenplatz entgegen mancher wiederholten Beteuerung sehr wohl Motto ist – es soll tatsächlich mehrere Dark Rooms (MM, FF, MF) gegeben haben, wie wir tags drauf aus zuverlässiger Quelle erfuhren, obwohl wir Unschuldigen gar nichts davon mitbekommen haben! Gott, sind die Bi’s bi-eder…
Das ziemlich zahlreiche Publikum war gemischt in allen Richtungen, die Stimmung war nett und die Musik war gut, bis die Polizeideinfreundundhelfer gegen 2 Uhr unter großem Gepfeife mal eben die Musikanlage abtransportierte. Aber eine geschlechtlich UND politisch so fehlorientierte Party muss man natürlich unterbinden… Auch wenn dann ab 3 Uhr für musikalischen Ersatz gesorgt worden war, kam bei Julia, Sonja und mir die Partylaune nicht mehr richtig zurück und wir machten uns nach einem fiesen Döner (der dem Fleischmatsch in Standnähe nicht unähnlich war, aber um die Uhrzeit ist frau ja nicht mehr so wählerisch, und Sonja hat entgegen ihrer felsenfesten Ankündigung doch keine Magenschmerzen davongetragen) auf nachhause. Trotzdem mein Fazit: nächstes Jahr simmer wieder dabei, neben den Ausnahmepartys vom Kingdom of Cologne war das sicher die Szeneparty, auf der ich mich am wohlsten gefühlt habe (abgesehen natürlich von unserer eigenen uferlos-Party, klar…).

Day 2:
Am Samstag dann hatten Sonja und ich von 15 Uhr an (ja, gut, wir waren nicht ganz pünktlich da, aber etwas anderes hätte bei den übrigen Standbesetzern auch nur Verwirrung ausgelöst) Standdienst, wurden ab und an von Stephan begleitet und eigentlich waren immer einige aus der Gruppe um uns. Es war schön, Lilly und Susanne gemeinsam in Aktion zu erleben, und zusammen mit Julia sind dabei echt nette Bilder von der kölschen Staffel von „The L-Word“ entstanden, die man auch auf der website besichtigen kann. Es war sehr heiß, sehr voll und wir hatten deutlich mehr zu tun als im Vorjahr. Der Stand neben uns bot farbige Iro-Perücken feil, und trotz der zumindest mir nicht ersichtlichen politischen oder irgendwie szenemäßigen Aussage (ok, manche Perücken waren regenbogenfarbig) passten Kommerz und Selbsthilfegruppe spätestens ab dem Zeitpunkt, wo das knackige Modell („sind die echt?!“) als (fast) einziges „Kleidungsstück“ unser Bi-Symbol zwischen den benannten Brüsten aufgemalt hatte, gut zusammen. Für Näheres verweise ich auch hier auf die Photos auf der website…Möglicherweise trieb uns der Nachbarstand also noch zusätzliche Perverse : ) aus aller Welt in die Arme, und es kamen zum Teil interessante Gespräche mit den verschiedensten Personen aller Geschlechter, Orientierungen und Altersstufen zustande.
 


"Für mich persönlich war es eine schöne Erfahrung,
zum ersten Mal dort Besuch von Menschen aus
meiner "anderen" Welt zu bekommen"
Für mich persönlich war es eine schöne Erfahrung, zum ersten Mal dort Besuch von Menschen aus meiner „anderen“ Welt zu bekommen: eine enge Freundin und ein Freund von ihr und der damalige Freund meiner Ex-Freundin (aus Düsseldorf!) schauten zwischendurch am Stand vorbei.
Um 19.30h löste uns Katrin ab, und zusammen mit der aus Kiel zugewanderten Nina radelten Sonja und ich dann rüber zum Deutzer Bahnhof, wo das große Bi-Essen stattfinden sollte. Wir hatten Glück und konnten tatsächlich draußen in der lauen Sommernacht sitzen und wuchsen im Laufe des Abends auf ungefähr 30 Leute an. Trotz eines sehr entgegenkommenden Kellners fand ich persönlich das Essen eher mau und bei den Ausmaßen meiner Portion (ja, ich bin gefräßig) auch überteuert, aber der Abend an sich war wirklich sehr, sehr nett und ich hatte zahlreiche vielseitige, bereichernde und gute Gespräche mit den Leuten rings um mich herum und den Eindruck, dass es den anderen auch so ging.
Von da ging es dann in einem Grüppchen aus einem weiblichen Neuzugang mir unbekannten Namens, Lilly, Susanne, Julia, Ingo, Katrin und ihr Freund, meiner herzallerliebsten Sonja und – unfassbar, aber war ? - einer total partygelaunten Birgit über den Rhein hinüber an den Barbarossaplatz in die Besser-Bar. Zwar war hier eigentlich stimmungsmäßig der Name leider nicht Programm, aber irgendwie schaukelte sich die Stimmung unter uns so hoch, dass wir den Laden echt gerockt haben. Auch hier kann ich nur auf die ausführliche Photoserie hinweisen, Bilder sagen in diesem Fall wirklich mehr als tausend Worte. Jägermeister rocks, Danke Birgit und allen anderen für einen richtig tollen Abend bis in die frühen Morgenstunden!
Die Aussicht auf einen romantischen Sonnenaufgang am Rhein tauschten Sonja und ich dann im Anschluss an die Party gegen pampige Pizza und eine Tüte Chips auf den Fahrrädern Richtung Agnesviertel, bevor wir dann ziemlich tot ins Bett fielen und erst am nächsten Mittag die Augen öffneten.



"...der Geschmack einen sehr intensiven Urlaubsgefühls nachhaltig in mir zurück – mein CSD 2006 war wirklich einfach klasse und ich freu’ mich auf das nächste Jahr!"
  Day 3: Dann wieder in die Stadt, durch die Menschenmassen versuchten wir, in Sichtweise der Parade zu gelangen. Die Atmosphäre war eine Mischung aus schwullesbischem Karneval, Ballermann und Fußballparty, manch eine Drag Queen war zu schön anzusehen und über die vereinzelt inmitten der Regenbogenfarben aufblitzenden Schwarzrotgold-Sprenkel konnte man lächelnd hinwegsehen. Irgendwie war es wirklich mottogetreu 100 % NRW – Nur mit uns. Letztlich bedauerten wir es, nur so wenig davon mitbekommen zu haben, vor allem haben wir den Umzug einer kleinen Gruppe Uferloser verpasst – statt der von uns errechneten 17Uhr markierte bereits 15 Uhr den Schlusspunkt des Umzugs, aber Sonjas und mir gemeinsamer fehlender mathematischer Zeitsinn ist ja bekanntlich nichts neues… Ich habe im bunten Überschwang übrigens den Entschluss gefasst, im nächsten Jahr da mal in Papas „Love me both ways“- T-Shirt aus der Kakaowerbung aktiv mitzuflanieren und ihm vielleicht von dort aus in die Kamera zu winken…
Dann ging es an die anderen Infostände und auf die Shoppingmeile des übervollen Straßenfests rings um Alter Markt und Heumarkt, 20 Meter in 20 Minuten, neue Ringe mussten an Füße und Ohren, bevor wir zum letzten Mal am uferlos-Stand aufliefen.
Auch dort war wieder viel los, die Flyer wurden immer weniger und Kondome hatten wir zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr (ob bisexuelle Kondome wohl die Lust steigern oder warum gingen unsere besonders gut weg?!), und immer wieder interessierten sich Leute für unser Bi-Symbol, wollten wissen was es bedeutet und wie wir Bisexualität leben.
Auch die „Garantiert 100 % Bisexuell“ -Buttons verkauften sich recht gut, und in Anbetracht des positiven feedbacks auf meine übergroßen selbstgebastelten Regenbogen-Bi-Symbole, die uns am T-Shirt hafteten, sehe ich Chancen für eine neue Karriere.
Es gab auch nette Besuche von anderen Ständen, so z.B. Kay vom Kingdom of Cologne, den Kölner Drag Kings, und Corrie und Andreas von RichtigAmRand (RaR), der Gruppe für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender mit Behinderung.
Der hitzebedingte Wasserverlust wurde mit allem zwischen Caipirinha und Leitungswasser ausgeglichen, der Bogen zwischen Spießbrötchen und Eis zeigte kulinarische Parallelen zu einem Kindergeburtstag, und frisch gestärkt zogen Sonja und ich nach einem diesmal kürzeren Standdienst dann gegen 19 Uhr ein letztes Mal zu den Bühnen des Straßenfestes. Dabei war das Geschehen neben der Bühne weitaus interessanter, insbesondere als Sonja groupiemäßig Olivia Jones in die Arme lief, der nach eigenen Angaben gefühlt 28-jährigen (ja, Schwester!) Miss Drag Queen Of The World 1997, die Entertainerin bekannt aus Funk und Fernsehen, die bereits als Teilzeit-Bäuerin, freischaffende Politikerin, museale Märchenerzählerin und Kiez-Botschafterin gearbeitet hat („es gibt rote Teppiche, die sind besser als ein Orgasmus“). Na ja, Sonja zierte sich erst ein wenig, es war ihr wohl doch etwas peinlich so ostentativ für ein Photo zu posieren, aber sie war gleichzeitig so begeistert von Miss Jones, dass ich der Königin des Drags dann irgendwann einfach „Hier, meine Freundin“ in die Arme und bei meiner Kamera auf den Auslöser drückte.
Auch sonst gab es viel zu gucken, und mir machte es besonderen Spaß, Sonja deutlich häufiger als im Vorjahr am Ärmel zu zupfen, um sie auf feminine Frauenpärchen in Röcken hinzuweisen – wer uns beide kennt, weiß warum…
Den Abschluss bildete die E’De Cologne-Party im Innenhof des VHS-Geländes am Neumarkt, wo man gegen 1,- € zugunsten der AIDS-Hilfe elektronischer Musik und hippen Menschen unter freiem Himmel frönen konnte, und wo wir auch eine Arbeitskollegin von Sonja im Kreise ihrer Lieben trafen. Hungrig und ausgepowert landeten Sonja und ich zum Ausklang schließlich mitten im schunkelnden Schlagerkarneval der Brennerei Weiß, wo ich beeindruckt zugucken durfte, wie Sonja zu den Klängen eines lauten Gegröles aus Udo Jürgens und Höhner ein deftiges Gulasch geradezu inhalierte, während mein Teller gleichen Belags vergleichsweise statisch verharrte. Als wir dann (zeitversetzt) beide fertig und gesättigt waren, ging es zurück zu unseren liebevoll aneinandergeketteten Rädern am Dom, und nach einem letzten Kuss traten Sonja und ich sehr erfüllt unsere jeweilige Heimreise an.
Derartig nachhause geschwebt blieb der Geschmack eines sehr intensiven Urlaubsgefühls nachhaltig in mir zurück – mein CSD 2006 war wirklich einfach klasse und ich freu’ mich auf das nächste Jahr!
- Miriam -



Bi's von weit & nah
   



   
Peter macht die Locomotive


     

     




Mit Zigarren & Rotwein haben wir uns die
Zeit am Stand Freitagabend versüsst
Zeichen
zeigen
So, jetzt kann es
losgehen

Abend Essen
| Infostand | Party | Parade
| Bilder aus dem Netz

PARTY
Im Besser & Wolkenburg (keine Bilder)



Menschen-
Flüsterer
 
Last night a DJ
saved my life



Hier, mein Herz
für dich
Ich habe falsch geschlafen und kann jetzt meinen Kopf nicht mehr gerade halten
Party
People


 
shake
it up
 




Sie war so korrekt...
...dann kamm der Alkohol...
...der Rest ist Geschichte


Karaoke "met dr Bierfläsch" ist
1000 mal besser als eine Luftgittare
Vorsicht
VAMPIRE!!!
Vogue
Girls



Strike a pose
Eine von
"The L-Word"
 




Lestern die
Schwestern?
 
Walk like an Egyptian

Abend Essen | Infostand | Party | Parade | Bilder aus dem Netz



PARADE und UNTERWEGS

Falls Du weitere Bilder online entdeckst, oder slebst gemacht hat
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Treffpunkt
Fussgängerbrücke Deutz
Chiropraktiker
leistet erste Hilfe

Das sieht
man gerne!
Wahre
Begeisterung
&
Unterstützung
von Publikum !




Strategie zur Parade:
die Platzierung wird diskutiert
noch beim
Platz suchen
Mitten drin im
Geschehen

Vielfalt in der Gruppe
Peter, Paul und
wo bleibt Mary?
Lola (Copa Cabana)
still wearing her feathers


Wie eine Biene von Blume...
zu Blume.
Reiseleiter sucht
seine Gruppe


We are
Family
Mr.
Bean / BiNe
Ritter eskortiert
Prinzessin


Die Aufregung steigt
Solidatität
Zeigen
Demonstrativer
Kuss

Ich habe immer
davon geträumt
Dress Code
A-OK
Wechselt er auch
die Haut?
Bitte verlass
mich nicht




Der Ritter
rettet
Jane trifft Tarzan
(besser bekannt als Schlangen Boy)
Ach, und ich hab grad mein
Perücke nicht dabei



Vom Revier
Garantiert 100% Bisexuell
Ihr seid alle verhaftet


Peter bringt etwas
zu Trinken
 
Er hat sich uns spontan angeschlossen,
sehen wir ihn jemals wieder?

  Peter: Meine Parade
Ich kann es kaum glauben, aber es war schon meine siebte CSD- Parade, an der ich teilnahm. Man sollte meinen, es wäre inzwischen ein bißchen Routine dabei, aber es kribbelte immer noch wie beim ersten Mal. Dabei sah es in diesem Jahr zunächst gar nicht danach aus, daß wir als größere Gruppe Flagge zeigen könnten, denn die Nachfrage nach einer offiziellen Fußgruppe von Uferlos fiel vor dem CSD doch eher verhalten aus. Doch schon Samstag abend war klar, daß es auf jeden Fall eine solche geben würde, denn zu viele bewährte Paradengänger ( wie auch ich ) wollten wieder mitmarschieren. Und dann gab es ja auch einen niederländischen Polizisten, der für Ordnung sorgen musste. Ohne uns hätte er nie seinen Einsatzort gefunden……

Und so trafen sich am Sonntag so kurz vor 12:00 Uhr zehn gutgelaunte Menschen im passenden Outfit auf der Fußgängerbrücke über der Mindener Straße am Aufstellungsort der Parade. Dabei waren wieder Michael und Martin, Vivi und ( zum ersten Mal ) Holger sowie dessen Frau, dann Paul aus Utrecht ( wie gesagt der Ordnung halber ), Bea, spontan Fabi und ein Held auf zwei Beinen ( laut T-Shirt ), der sich als hetero bezeichnete, aber als wunderbar offen erweisen sollte. Bei wahrlich tollem Sommerwetter reihten wir uns ( nach etwas Suchen zu Beginn ) hinter den Ringern des Janus ein und zogen tanzend mit.

Es ist immer wieder faszinierend, an so vielen Menschen mit so vielen Menschen vorbei zu ziehen und sich von einer einzigartigen Stimmung einfangen zu lassen. Dabei kam mir die Strecke in diesem Jahr vom Zeitgefühl noch kürzer als sonst vor, wenngleich sie in Kilometern natürlich gleich lang war. Und der eine oder andere am Wegesrand gab schon zu erkennen, daß er etwas mit uns und Bisexualität anfangen konnte ( nicht wahr, Vivi? ). Das galt überraschenderweise auch für den Kommentator auf der Höhe von Karstadt, der nicht nur Paul begrüßte, sondern uns als Uferlos(e) identifizierte und das auch laut verkündete. Das gibt zu Hoffnungen Anlaß.

Zufrieden kamen wir am Dom an und trafen uns kurz danach alle am Bi- Stand in der kleinen Budengasse, der auch in diesem Jahr wieder der allgemeine Treffpunkt war. Der Nachmittag endete für mich dann mit einem Weizenbier am Altermarkt im Kreis von zwei netten Jungs. Gekrönt wurde das ganze am Abend mit einem niederländisch- deutschen Barbecue auf meiner Terrasse. Kann das Leben schöner sein?

 

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BILDER MIT UNS, UNSER FREUNDE & BEKANNTER
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ein bessers Identiät gesorgt. So haben mindestens 3 Menschen uns spontan aus der Publikum angeschlossen.
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Die Beiden haben sich zugehörig gefühlt und
sind mit uns auf der Parade mitgegangen

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Bi-Pride-Fahne

Die erste Bi-Pride-Fahne tauchte am 5. Dezember 1998 erstmals
auf.
Die rosa Farbe repräsentiert gleichgeschlechtliche Neigung (schwul oder lesbisch), das Blau steht für Heterosexualität und Lila
-als Ergebnis dieser Mischung bedeutet eben Bisexualität.
Dieses
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